Herz- und Gefäßpraxis im St.Elisabethen-Klinikum Ravensburg und Westallgäu-Klinikum Wangen

Herzkatheterlabor

St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg, Elisabethenstr. 15, 88212 Ravensburg
Herzkatheterlabor 2 der Überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft „Kardiologie Oberschwaben – Bodensee“ im 1. OG

Westallgäu-Klinikum Wangen, Am Engelberg 29, 88239 Wangen im Allgäu

Das in Ravensburg Ende 2006 neu installierte Herzkatheterlabor der Überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft für Kardiologie verfügt über eine Ausstattung, die dem neuesten technischen Stand entspricht.

Seither werden in unserem Labor jährlich über 1000 Herzkatheteruntersuchungen und etwa 400 koronare Angioplastien (PCI) durchgeführt.

Das Spektrum unserer invasiven Diagnostik und Therapie umfasst im Einzelnen:

  • Koronarangiographie (Darstellung der Herzkranzgefäße)
  • Ventrikulographie (Darstellung der linken Herzkammer)
  • PCI (Ballondehnung/Stentimplantation)
  • Rotablation (Hochgeschwindigkeits-Fräse in einem Herzkranzgefäß)
  • FFR (Messung der fraktionellen Flussreserve, d.h. des Schweregrades einer Engstelle im Herzkranzgefäß)
  • Rechtsherzkatheter

Wann sollte eine Herzkatheteruntersuchung erfolgen („Indikationen“):

  • bei Verdacht auf verengte Koronararterien
    (Koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt)
  • bei Herzklappenfehlern und Herzmuskelerkrankungen
    (gelegentlich in Kombination mit einem Rechtsherzkatheter)

Nach Ergebnis der Katheteruntersuchung (zur Ermittlung der Diagnose) kann eine kathetergestützte Behandlung (therapeutischer Eingriff) erforderlich werden. Diese Ballondehnung mit Einsetzen (Implantation) von Stents (geläufige Abkürzung PCI) wird entweder unmittelbar nach der Untersuchung oder aber zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. Sie ist mit einer Nachüberwachung über eine Nacht verbunden.

Indikationen:

  • Behandlung von erkrankten Herzkranzgefäßen mit einer Verengung von > 70 %, die Angina pectoris verursachen und/oder prognostisch bedeutsam sind
  • Wiedereröffnung von verschlossenen Herzkranzgefäßen bei akutem Herzinfarkt

Stent-Implantation

(Einbringung einer Gefäßstütze)
  • kleine maschenartige Röhrchen aus Edelstahl, die im Anschluß an eine Ballondehnung in die aufgeweitete Engstelle eingebracht werden. Sie befinden sich zusammengelegt auf einem Ballonkatheter und entfalten sich mit dem Ballon auf ihre eigentliche Größe.

Indikationen

  • unbefriedigendes Ergebnis nach Ballon
  • nach Wiedereröffnung von Verschlüssen
  • bei Restenosen (erneuten Verengungen bereits gedehnter Gefäßabschnitte)
  • in alten Bypasses

Beschichtete Stents

  • Seit 2005 setzen wir Stents mit Mikro-Beschichtung zur Verhinderung einer Restenose (Wiederverengung) ein und verwenden seither die jeweils aktuelle Stent-Generation.

Rotablation

(Hochgeschwindigkeits-Fräse in einem Herzkranzgefäß)
  • Verfahren zur Behandlung von sehr stark verkalkten Einengungen der Herzkranzarterien. Dabei wird über einen speziellen Führungsdraht ein diamantbesetzter Bohrkopf eingesetzt, der sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200.000 U/min dreht.